Mit 73 Youtube-Star

Youtube – das ist die Welt der erfolgreichen Videostars. Von Gronkh über die Lochis bis hin zu BibisBeautyPalace. Das ist eine Welt, in der aus stinknormalen Leuten durch Videoclips Helden werden. Youtube gehört den jungen Menschen, so könnte man denken. Der 73-jährige Daniel Barenboim überzeugt die Zuschauer jetzt von der anderen Seite. Barenboim ist eine Berühmtheit: Pianist, Dirigent und Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper.

In der aktuellen Ausgabe der „Zeit“ wird über sein neues Unterfangen berichtet. Barenboim „gibt weder Schminktipps, noch will er es ernsthaft mit den Lochis aufnehmen“. Für Bibi und ihren Freund Julian wird Barenboim also keine echte Konkurrenz. Dem weltberühmten Dirigenten geht es um klassische Musik, soziale und philosophische Themen, als auch um Politik. In kurzen Fünf-Minuten-Videos richtet er sich, angelehnt an einen Steinway-Flügel, an ein ganz anderes Youtube-Publikum. Aber ist seine Zielgruppe denn auch auch auf Portalen wie Youtube unterwegs? Zurzeit zählt sein Youtube-Kanal 10.946 Abonnenten – nicht schlecht für den Anfang.

Was sagt ihr zu diesem ungewöhnlichen Experiment? Kann sich eine Persönlichkeit wie Barenboim auch mühelos auf Youtube etablieren?

Quellen:

Lemke-Matwey, C. (2016): Wie geht nochmal das „Magnificat“?. In: Die Zeit, Nr. 35, S.37, Hamburg 2016.

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4 Kommentare

  1. Ich finde es schade, dass alle neuen „youtuber“ direkt das Bedürfnis verspüren, betonen zu müssen, dass sie ja garnicht unbedingt bei den Großen mitspielen wollen. Ist es nicht gerade das schöne an YouTube, dass jeder dort in seiner Niesche erfolgreich und berühmt werden kann? Falls nicht, wäre das ja so, als müsste sich jeder Schwimmer mit einem
    Fußballer oder Weitspringer vergleichen. Äpfel und Birnen eben.

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    1. Guter Gedanke! Aber vielleicht ist das gar kein Youtube-Phänomen, sonder viel mehr ein ganz allgemeines Phänomen? Ich habe oft das Gefühl, dass Menschen alles was sie tun nach ihren großen Idolen ausrichten. Der kleine Youtube, der sein möchte wie ein LeFloid. Die Nutzer sozialer Netzwerke, die sich präsentieren wie Instagram Models. Wir messen unser Glück an den „ganz Großen“ und machen uns selbst dadurch unglücklich.

      Gefällt 2 Personen

      1. Guter Punkt, allerdings sind Vorbilder und Idole ja auch wichtig, selber zu wachsen und zu lernen. Man muss sie halt nur sinnvoll nutzen – von ihnen lernen, ohne zu kopieren; sein eigenes Ding machen und trotzdem Teil einer Community sein. Die Gradwanderungen der Social-Web Karriere eben 😉
        VG – S

        Gefällt 1 Person

  2. Gibt es denn da eine Art Richtlinie? Diese Gradwanderung ist sehr schwierig und wie weit reicht eigentlich die ethische Verpflichtung eines „Idols“? Beste Grüße! 🙂

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