Protonet aus Hamburg

Von Jan Lohmann

Das Unternehmen Protonet wurde schon im Jahr 2012 von Ali Jelveh und Christopher Blum gegründet, doch ziehte es erst 2014 große Aufmerksamkeit auf sich. Mit ihrer Idee Server so sicher und auch so einfach bedienbar wie möglich zu machen brachen die Beiden mit einer Summe von drei Millionen Euro einen Crowdfunding- Rekord. Dennoch lag die Nachfrage hinter den Erwartungen. Von vielen Seiten wurde auch kritisiert, dass die Sicherheit unter der Einfacheheit des Systems zu leiden hat und bei einigen Anwendungen auch Daten übers Netz versendet werden und nicht nur übers Protonet. Mittlerweile hat sich das Unternehmen nach ein paar Umstrukturierungen gefasst und blickt selbstbewusst in die Zukunft.

Protonet-Spot:  der Test  https://howchinaareyou.org/
Aber was genau macht Protonet? Die zwei Hauptbetandteile sind: Datensicherheit und Dezentralisierung. Durch die von Protonet eigens orangenen kleinen Server, lässt sich privates Cloud-Computing betreiben und die Daten bleiben sozusagen Daheim. Mitarbeiter können auf alle Dateien zugreifen, bearbeiten, miteinander kommunizieren, Aufagben verteilen oder To-Do Listen verwalten. Die Daten bleiben nur auf dem eigenen Server im Büro und sind nicht in z.B. in den USA abgelegt. Möglich wird das durch die hauseigene Software Soul. Das Unternehmen bietet jetzt auch die Software getrennt von der Hardware an und übernimmt das Hosting für den Kunden mit in Deutschland stehenden Servern. Dezentralisierung bedeutet hier etwas übertrieben, dass nicht alle Daten der Welt an einem Ort gespeichert sind. Für Hacker z.B. sind Ziele wie Google Drive oder Dropbox sehr attraktiv. Wenn sie einmal drin sind, haben sie Zugriff auf Millionen Datensätze. Bei Protonet Servern würde sich der Aufwand nicht lohnen.

Jüngst haben die Hamburger die Zusage für den Y-Combinator erhalten. Dies ist eine Art Förderung, für die sich Startups bewerben können. Unternehmen wie Dropbox, Airbnb oder twitch konnten sich dadurch zu wahren Größen entwickeln. Unternehmen erhalten hier eine Summe über 120.000$ sowie ein professionelles Coaching und Unterstützung für die Expansion.

Jetzt steht der Markteintritt in den USA an. Ein kleines Team des Unternehmens soll nun zusätzlich aus dem Silicon Valley agieren. Was die Zukunft bringt steht noch nicht fest. Aber bei Protonet geht es nicht nur um sichere Server. Es geht auch um eine Message: Deine Daten sollten dir gehören!
neustes Device: https://www.indiegogo.com/projects/protonet-zoe-smart-home-of-the-free#/

Quellen: http://www.gruenderszene.de/allgemein/protonet-y-combinator, https://protonet.info/de/blog/ycombinator/, https://protonet.info/de/ueber-uns/, http://www.brandeins.de/archiv/2015/marketing/protonet-server-cloud-fuer-zu-hause-ali-jelveh-crowdfunding-danke-nsa/, https://www.youtube.com/watch?v=A836qCOC6Pc

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